Sprengung der Talbrücke Rälsbach am 26. November

Die Sprengung der Talbrücke Rälsbach findet am Sonntag, 26. November 2017, um 11:00 Uhr statt. Hierzu wird die A45 in diesem Bereich zwischen 10:30 und 13:00 Uhr in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. In einer gut besuchten Bürgerversammlung im Bürgerhaus Rinsdorf haben die Planer des Landesbetriebs Straßenbau NRW gemeinsam mit dem beauftragten Bauunternehmen und dem zuständigen Sprengmeister Details der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Talbrücke besteht genau genommen aus zwei beieinander stehenden Brücken, je eine für jede Fahrtrichtung. Der gesamte Verkehr wird zunächst komplett auf die Brücke in Fahrtrichtung Frankfurt umgelegt. Nach der Sprengung werden bis Ende 2017 die Betonteile vor Ort maschinell zerkleinert und abtransportiert. Der Beginn der Arbeiten für die neue Brücke ist für 2018 vorgesehen. Wenn die Brücke in Fahrtrichtung Dortmund in circa zwei Jahren fertiggestellt ist, wird der komplette Verkehr über den neuen Baukörper geführt und mit dem Abriss und dem Neubau der anderen Brückenhälfte begonnen. Die Arbeiten an der Talbrücke Rälsbach überschneiden sich zeitlich mit den Arbeiten an der benachbarten Talbrücke Rinsdorf.

 

Kaum Beeinträchtigungen durch Sprengung

Die Rälsbachbrücke liegt in einem engen, nicht einsehbaren Tal bei Rinsdorf. Für die Sprengung wird der Bereich um die Brücke in einem Umkreis von 200 Metern abgesperrt. Eine Evakuierung einzelner Wohnhäuser ist nicht erforderlich. Mit Beeinträchtigungen für die Einwohner Rinsdorfs sei aufgrund der abgeschiedenen Lage der Brücke nicht zu rechnen, betonen die Verantwortlichen. Die Staubentwicklung bei der Sprengung von Brückenbauwerken sei vergleichsweise gering.

Zudem wurde ein sogenanntes „Fallbett“ aus Erdreich unterhalb der Brücke aufgeschüttet, um den Aufprall der herabfallenden Brückenteile zu dämpfen. In den kommenden Wochen werden die Betonteile direkt vor Ort zerkleinert, was zu einer zeitlich begrenzten Lärmentwicklung führen wird. Angesichts der Entfernung zur nächsten Wohnbebauung sollen sich die Auswirkungen jedoch im Rahmen halten. Grundsätzlich werden die Lärmemissionen und die Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte während der gesamten Baumaßnahme technisch überwacht. Auch mögliche Auswirkungen auf die Tierwelt wurden im Vorfeld bedacht.

 

Beobachten der Sprengung

Während der Sprengung ist das Betreten des Absperrbereiches strengstens untersagt. Einsatzkräfte von Ordnungsamt, Polizei, THW und Feuerwehr werden die Absperrung überwachen. Alleine um die Brücke werden bis zu 35 Wachposten stationiert. Außerhalb des Absperrbereiches ist die Brücke von keinem Standort aus einsehbar. Deshalb plant der Landesbetrieb eine Live-Übertragung der Sprengung mittels Drohne in das Informationszentrum unterhalb der Talbrücke Rinsdorf.