Sprengung der TB Eisern soll 2020 erfolgen

Die Öffentlichkeit frühzeitig über Planungen informieren und bewusst in den Prozess einbinden – diese Maxime verfolgt der Landesbetrieb Straßenbau bei all seinen Einzelprojekten rund um den Neubau der A45. Das gilt auch für die Talbrücke Eisern. Im örtlichen Bürgerhaus versammelten sich jetzt rund 120 Interessierte, um sich über den aktuellen Stand zu informieren. Im Zentrum dabei: die Arbeiten rund um die Baustraße und der Bau der Regenwasserbehandlungsanlage (RWBA) „Rüschertwald“. Bei entsprechend guten Wettbedingungen könnte der Start dafür bereits in einigen Wochen erfolgen.

Eine weitere Ausschreibung für die restlichen Bauarbeiten soll es im Frühjahr 2019 geben. Wenige Monate später möchte Straßen.NRW den Auftrag für den Neubau der Talbrücke, den Ausbau des Durchlasses an der Wolfsbach-Straße und den Bau der RWBA „Wolfsbach“ erteilen. Anfang 2020 soll die Sprengung der ersten Brückenseite folgen. Zunächst soll der nordöstliche Teil der Brücke abgebrochen und neugebaut werden, später der südwestliche. Die Autobahn wird sechsspurig ausgebaut werden und rund 30 bis 40 Meter breit sein. Die Sperrung wird mit einem sogenannten „Querkippen“ der Brücke erfolgen. Vorher tragen die Verantwortlichen die obere Asphaltschicht der Brücke ab. Die Sprengung wird nach höchsten Sicherheitsstandards durchgeführt, unterstrich Katharina Erbismann, Expertin des Landesbetriebs, im Rahmen der Infoveranstaltung. Es werde zudem im Vorfeld der Sprengung eine Beweissicherung der umliegenden Häuser durchgeführt. Während der Sprengung werde es für einige Stunden eine Vollsperrung geben.

Sobald die Trümmer entfernt sind, werden die Pfeiler neu gebaut und die Fahrbahn darauf errichtet. Durch den sechsspurigen Ausbau der Autobahn wird auch ein Ausbau der Unterführung an der Wolfsbachstraße fällig. Da der Durchlass mit zwei bis drei Metern Erde aufgeschüttet worden ist, wird ein Wellstahlprofil in das bestehende Bauwerk geschoben. Das Ganze soll ungefähr drei Monate dauern. Während dieser Zeit dient eine Baustraße als Umleitung. Auch das Thema Lärmvorsorge spielt eine eminent wichtige Rolle. In Richtung Eisern wird es zukünftig Lärmschutzwände mit einer Höhe von zum Teil sechs Metern geben.

Die Bürgerinnen und Bürger, die zur Infoveranstaltung gekommen waren, nutzten die Möglichkeit, mit den Verantwortlichen des Landesbetriebs ins Gespräch zu kommen und eigene Gedanken einzubringen.

Foto: IHK Siegen