Neubau der Siegtalbrücke: Baugrunduntersuchungen starten

Für den Neubau der Siegtalbrücke muss zur weiteren Planung der Baugrund erkundet werden. Entsprechende Bohrungen, die zur Erstellung eines Baugrundgutachtens notwendig sind, sowie vorab geplante Kampfmittelsondierungen finden ab Donnerstag, 25. Februar, statt. Die bestehende Siegtalbrücke (Länge: 1.050 Meter, Höhe: ca. 100 Meter) muss für den Ausbau der A45 auf sechs Spuren durch einen Neubau ersetzt werden. Die Entscheidung für eine von vier Varianten ist gefallen; jetzt erarbeiten die Ingenieure der Autobahn Westfalen eine Vorplanung. „Um ein solches Bauwerk zu planen, müssen wir wissen, auf welchem Grund wir bauen und wie tragfähig ein Untergrund ist“, betont Katharina Erbismann, Teamleiterin Konstruktiver Ingenieurbau in der Außenstelle Netphen der Autobahn Westfalen. „Die Erkenntnisse, die wir mit etwa 60 Kernbohrungen und ebenso vielen Rammsondierungen gewinnen, fließen in unsere Planungen ein.“

 

Ende Mai sollen alle Bereiche, die durch die Bohrarbeiten erkundet werden müssen, erfasst sein. Bevor die eigentlichen Bohrungen und Rammsondierungen starten können, müssen die Verantwortlichen prüfen, ob sich im Boden Kampfmittel befinden. Dazu werden 45 Messbohrungen mittels eines erschütterungsarmen Schneckenbohrverfahrens bis zu zehn Meter tief vorgenommen – und zwar überall dort, wo Kampfmittelverdachtsflächen vorliegen. Diese werden mithilfe der Auswertung von Luftbildausnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg ermittelt.

 

Nach Abschluss dieser Vorarbeiten ziehen die Bohrer schließlich Bohrkerne mit einem Durchmesser von etwa zehn Zentimetern aus der Erde. „Wir erreichen Bohrtiefen zwischen 25 und 40 Metern“, erläutert Erbismann. Am Ende liegen dann gut 1.600 Meter Bohrkerne zur Untersuchung bereit. Die Bohrkerne zeigen, welche Bodenschichten im geplanten Baufeld zu finden sind. Im Weiteren können auch in den Bohrlöchern selbst noch Untersuchungen stattfinden, die für das Bodengutachten wichtige Erkenntnisse liefern.

 

Direkt neben jeder Kernbohrung werden 60 schwere Rammsondierungen durchgeführt. Mit Tiefen zwischen fünf und 20 Metern wird mithilfe dieser Arbeiten der Widerstand des Bodens gemessen. Um die Arbeiten zu beschleunigen, kommen zwei Bohrgeräte parallel zum Einsatz.

 

Zwölf der insgesamt 60 Bohransatzpunkte liegen auf der A45, die übrigen befinden sich im Bereich möglicher zukünftiger Pfeilerstandorte im Tal. Betroffene Eigentümer sind im Vorfeld über die Arbeiten informiert worden. Auf der A45 und auch an den Straßen unterhalb der Siegtalbrücke kann es durch die Bohrarbeiten zu Behinderungen kommen. Die jetzt beauftragten Arbeiten sind Teil der Vorentwurfsplanung. Im Anschluss daran wird das Planfeststellungsverfahren eingeleitet, das mit einem Planfeststellungsbeschluss Baurecht schafft. Der Baubeginn ist für 2027 geplant.

Visualisierung: Autobahn Westfalen

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