Neubau der Talbrücken Brunsbecke und Kattenohl hat begonnen

Der Neubau der insgesamt 38 Großbrücken entlang der A45 schreitet weiter voran. Am 3. April erfolgte der erste Spatenstich für die Ersatzneubauten der Talbrücken Kattenohl und Brunsbecke. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und Gerhard Rühmkorf, Ministerialdirigent im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, haben diesen gemeinsam mit Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek unternommen. „Die Sauerlandlinie verbindet eine der großen wirtschaftsstarken Regionen Nordrhein-Westfalens mit dem Ruhrgebiet und dem Rhein-Main-Gebiet. Für die Unternehmen hier ist eine funktionierende Infrastruktur lebenswichtig. Mit den Ersatzneubauten machen wir die A45 in diesem Bereich wieder leistungsfähig“, erklärte Rühmkorf.

Der symbolische Akt erfolgte an einer Stelle, an der schon seit Monaten die Bagger unterwegs sind. Denn bevor der eigentliche Brückenbau beginnen kann, mussten die beiden Baustellen zunächst umfangreich erschlossen werden. Die Verantwortlichen legten Baustraßen an, erschlossen Standflächen für die Kräne und schufen Lagerflächen in dem zum Teil sehr steilen Gelände. Gut fünf Millionen Euro sind so im Vorfeld der Baumaßnahme investiert worden – unter anderem auch in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Versorger, um die Großbaustelle an Strom und Wasser anzuschließen.

Die Brücken aus den 1970er-Jahren sind der enorm gestiegenen Verkehrsbelastung nicht mehr gewachsen. Dass sie mit dem sechsspurigen Ausbau der A45 erneuert werden müssen, ist allen in der Region bewusst. Doch das Bauprojekt darf die Lebensader Südwestfalens nicht über Jahre lahmlegen. „Es wurde innerhalb eines Jahres Baurecht geschaffen“, sieht Hendrik Wüst das Projekt auf einem guten Weg. Er betont, dass zudem früh das Gespräch mit Wirtschaft, Verbänden und Bürgern gesucht worden sei: „Die frühzeitige Bürgerbeteiligung zahlt sich bei solch großen Infrastrukturprojekten aus. Wie das gehen kann, zeigen die Mitglieder im Beirat Masterplan A45 gemeinsam mit der Projektgruppe A45 von Straßen.NRW.“

Brückenhälfte wird verschoben

Die Talbrücke Kattenohl ist eine zweiteilige Talbrücke. Der Verkehr kann deshalb jeweils über die eine Hälfte der Brücke geführt werden, während die andere Hälfte der Brücke abgerissen und neu gebaut wird. Für die Verkehrsteilnehmer bleiben dabei jeweils zwei Fahrspuren für jede Richtung erhalten.

Die Talbrücke Brunsbecke ist eine einteilige Brücke. Beim Neubau ist deshalb ein anderes Verfahren nötig. Das alte einteilige Bauwerk wird durch eine zweiteilige Brücke ersetzt. Hier wird zunächst der Brückenüberbau einer neuen Hälfte auf Hilfspfeilern neben der alten Brücke errichtet. Dorthin wird der Verkehr umgeleitet, während die alte Brücke komplett abgerissen und an gleicher Stelle die zweite Hälfte der neuen Brücke gebaut wird. Daneben werden schließlich die Brückenpfeiler für die andere Neubauhälfte errichtet. Dorthin wird anschließend der Brückenüberbau von den Hilfspfeilern verschoben. Der Neubau beider Brücken wird zeitgleich so erfolgen, dass der Verkehr auf der Strecke mit entsprechenden Umleitungen immer über beide Brücken laufen kann.

„Der Ersatzneubau dieser beiden Brücken ist ein wichtiger Schritt hin zu einer sechsspurig ausgebauten A45 mit leistungsfähigen Brücken, die auch den Schwerverkehr wieder aufnehmen können“, unterstrich Elfriede Sauerwein-Braksiek. Dass die Dimension der Doppelbaumaßnahme Auswirkungen auf die Ökologie habe, sei dem Landesbetrieb bewusst. „Die topografische Situation macht schon bei der Bauvorbereitung einen großen Eingriff in die Natur notwendig. Wir bauen zudem im geschützten Bereich der Talbrücke Brunsbecke“. Entsprechende Ausgleichsflächen zu schaffen, sei eine wichtige Aufgabe. Erste Waldumbaumaßnahmen im Bereich Listerhof sind schon in Angriff genommen. Wanderfalken, die an den alten Brücken nisten, werden zunächst umgesiedelt und bekommen anschließend neue Brutmöglichkeiten an den Ersatzneubauten.

Hintergrund

Der Neubau der Brücke Kattenohl ist mit 25,7 Millionen Euro veranschlagt. Die Talbrücke Brunsbecke soll 71,6 Millionen Euro kosten. Für den sechsspurigen Ausbau der Anschlussbereiche vor, zwischen und hinter den Brücken investiert der Bund darüber hinaus 19,7 Millionen Euro.

Foto: Straßen.NRW

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