Talbrücke Lennetal

Die 992 m lange Lennetalbrücke befindet sich zwischen der Anschlussstelle Schwerte-Ergste und dem Autobahnkreuz Hagen am nordöstlichen Stadtrand von Hagen. Die teilweise bis zu 30 Meter hohe Brücke mit einem Spannbetonüberbau stammt aus dem Jahr 1967. Mit den Arbeiten für den Neubau an selber Stelle wurde im September 2013 begonnen. 2019 soll die neue Brücke mit einem Überbau aus Stahlbeton fertiggestellt sein. 

Zwischenzeitlich wurde die erste Hälfte der künftigen Brücke auf provisorischen Pfeilern direkt neben der alten Brücke errichtet. Seit März 2017 wird der gesamte Verkehr auf dieser neuen Brückenhälfte geführt. Die beiden alten Brückenhälften sind damit vom Verkehr befreit, so dass mit deren Abbruch begonnen wurde. Anschließend werden die neuen Brückenpfeiler errichtet. Der Baukörper in nördliche Fahrtrichtung wird komplett fertiggestellt. In südliche Fahrtrichtung werden die neuen Pfeiler errichtet und danach der Überbau auf den provisorischen Pfeilern in einem aufwändigen Verfahren auf die neuen Pfeiler geschoben. Zuvor muss der gesamte Verkehr auf den anderen Brückenteil umgelenkt werden. Die provisorischen Pfeiler werden im Nachgang wieder abgerissen.

Betonrecycling beim Abbruch der Lennetalbrücke

Nach der Verlagerung des gesamten Verkehrs auf das neue Brückenprovisorium westlich der alten Brücke im Frühjahr dieses Jahres wurde mit dem Abriss der alten Lennetalbrücke begonnen. Aufgrund des unter der Brücke fließenden Lenne, der im Lennetal verlaufenden Ruhr-Sieg-Eisenbahnlinie und verschiedener Straßenzüge sowie der Bestand von Gewerbebetrieben konnte die alte Brücke nicht als Ganzes gesprengt werden, sondern muss in Einzelteilen demontiert werden. Nur einzelne Pfeiler konnten nach Entfernung der alten Fahrbahn gesprengt werden.

Das Zerlegen der Brücke erfolgte mit Hilfe von großen Baggern, die einzelne Stahlbetonstücke der Fahrbahn der alten Autobahnbrücke abtrugen. Bei dem gesamten Brückenabbruch versucht man die enorme Staubentwicklung durch den Einsatz von „Schneekanonen“ einzudämmen. Mit dem Sprühnebel dieser Kanonen wird der entstehende Staub gebunden. Nach der Zerkleinerung der Abbruchstücke am Boden sortiert man die verbleibenden Überreste nach Bewehrungsstahl und Beton. So aufgeteilt werden die ursprünglichen Brückenrohstoffe einer Wiederverwertung zugeführt.

Der Stahl wird eingeschmolzen und anschließend bei der Stahlerzeugung wiederverwendet. Die 35.000 Tonnen Festbetonstücke werden in einem Brecher zu Granulat mit verschiedener Körnung weiter zerkleinert und gesiebt. So entsteht „Betonsplitt“ und „Brechsand“. Neben der Verarbeitung des Betonsplitts zu Recyclingbeton kommen große Teile der beiden Recyclingprodukte im Straßen- und Wegebau zum Einsatz. Betonsplitt kann z.B. für ungebundene Trag- und Filterschichten verwandt werden. Auf diese Weise lassen sich große Mengen des natürlichen Rohstoffs „Splitt“ ersetzen.


Der Neubau der Lennetalbrücke wird ca. 105 Mio. € (brutto) kosten.

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